Medingen

Ein Dorf im schönen Rödertal



Im Jahr 2021


Oktober 2021 - Goldbornbecken und Wegesäulen in Medingen strahlen wieder

Vor etwas mehr als 20 Jahren erwarb die Gemeinde Medingen das Grundstück mit dem Goldborn, einem Wasserreservoir, das einst die ehemalige Brauerei und später den halben alten Ortskern mit Trinkwasser versorgte. Das Überlaufbecken, eine runde Steinschale, hatte der Vorbesitzer als sein Eigentum betrachtet und mitgenommen. Als Ersatz hatten im Jahr 2000 Jugendliche im Rahmen eines Sozialprojektes der AWO ein neues Becken aus regionalen Bruchsteinen gemauert, welches jedoch mit den Jahren durch stetige Witterungseinflüsse undicht und zum Ärgernis der Anwohner und Passanten geworden war. Da aus Erfahrung vom Bauamt der Gemeinde kaum Aktivitäten zu erwarten waren, hat sich der Medinger Heimatverein des „Patienten“ angenommen. Nach Konsultation von Fachleuten und anfänglicher Skepsis, ob es gelingen kann, das Becken wieder dicht zu bekommen oder nicht ein Abriss und Ersatz durch ein Edelstahlbecken günstiger wäre, fiel letztendlich die Entscheidung für die Sanierung, auch aus Zeit- und Kostengründen – vor allem aber weil es in unseren Reihen einen „echten Macher“ gibt, der mit dem Projekt schier über sich selbst hinausgewachsen ist und wir wertvolle Hilfe und Unterstützung von örtlichen Unternehmen und dem Bauhof der Gemeinde bekamen.





Etwa 200 Stunden hat unser Vereinsmitglied Axel Lammich, unterstützt von Lothar Hesse, Matthias Detlefsen, Bodo Borchers und weiteren Vereinsmitgliedern und deren Angehörigen, am Goldborn abgeleistet. Der Bauhof hat uns mit Natur- und Pflastersteinen, Split und Technik sowie bei der Wasserumleitung, die Firma STL Lorenz GmbH aus Ottendorf-Okrilla mit Knowhow und speziellem Material zum Abdichten, die Firma Rheotest Medingen GmbH bei der Finanzierung unterstützt. Die Jahreszahl im „Schlussstein“ im Beckenboden spendete uns freundlicher Weise die Firma Fleischer aus Medingen. Allen Machern, Helfern und Sponsoren an dieser Stelle ein ganz, ganz herzliches Dankeschön.





Als ein weiteres „Sommerprojekt“ erneuerte in mühevoller und akkurater Feinarbeit unsere Kathrin Klatt die Spiegel und Inschriften der historischen Wegesäulen auf Medinger Flur. Auch sie investierte hierfür mehr als 25 Stunden ihrer Freizeit.





Sehr gefreut haben sich unsere „Macher“ über den Zuspruch und die aufmunternden Worte von Bürgern. Finanziert wurden beide Projekte aus Sach- und Geldspenden sowie Mitgliedsbeiträgen. Wir hoffen und wünschen, dass Goldborn und Wegesäulen unserem Ortsbild noch lange als Zeitzeugen einer bewegenden Geschichte erhalten bleiben.


September 2021 - Frischekur für unseren Goldborn

Er ist in der Jahre gekommen, unser Goldborn. Schließlich wurde er zuletzt 2002 saniert. Ganz besonders notwendig hat es das Brunnenbecken. Schon geraume Zeit ist dieses undicht. Der Zahn der Zeit und insbesondere die Minusgrade der vergangenen Winter, setzten ihm mächtig zu. Nun haben seit einigen Wochen die rüstigen Männer unseres Heimatvereins sich seiner Instandsetzung angenommen. Tag für Tag - bei Sonne und Regen wird gewerkelt.

Wir sind schon mal gespannt....


August 2021 - Eine richtig gute Nachricht kam aus dem Landratsamt Bautzen

Nachdem die Gemeinde Ottendorf-Okrilla im vergangenen Jahr noch leer ausging, kann sie sich jetzt und ganz besonders die Ortsfeuerwehr Hermsdorf über einen Zuwendungsbescheid freuen.

Hierzu war der scheidende Bürgermeister Michael Langwald neue Wege gegangen und hatte für die Beschaffung eines neuen Hilfeleistungs- Löschgruppenfahrzeug HLF 10 der Ortsfeuerwehr Hermsdorf nach Partnern für eine Sammelbeschaffung gesucht. Diese fand man in der Stadt Bischofswerda und der Gemeinde Lichtenberg, welche ebenfalls je ein HLF 10 benötigen.

Die Stadt Bischofswerda stellte federführend für alle drei Kommunen im Oktober 2020 einen entsprechenden Antrag auf Gewährung einer Zuwendung für Investitionen im Brandschutz für die gemeinsame Beschaffung von drei Fahrzeugen beim Landratsamt Bautzen.

Nach der Priorisierung aller eingereichten Maßnahmen aus dem gesamten Kreisgebiet konnten letzten Monat die Zuwendungsbescheide verschickt werden. So erhielt auch Antrag dieser drei Kommunen für die Ortswehren Geißmannsdorf, Lichtenberg und Hermsdorf eine positive Zusage für eine Förderung in Höhe von insgesamt 723.200 Euro. Nun ist die Finanzierung gesichert. Damit kann es an die Vorbereitung der Beschaffung gehen!


August 2021 - B-Plan "Lebensmittelmarkt und Wohnbebauung Medingen, Weixdorfer Straße" - Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3Abs. 1 BauGB

Der Gemeinderat Ottendorf-Okrilla hat am 11.01.2021 den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan "Lebensmittelmarkt und Wohnbebauung Medingen, Weixdorfer Straße" gefasst.

Quelle: Planungsbüro Schubert Radeberg

Der Geltungsbereich des Bebauungsplans umfasst eine Fläche von insgesamt 1,9 ha. Betroffen sind die Flurstücke 202/2, 205/10 und 210 der Gemarkung Medingen.

Planungsziel ist die Einordnung eines Lebensmittelmarktes mit einer Verkaufsflächen von max. 800 m 2 zur Sicherung der verbrauchernahen Versorgung mit Gütern des kurzfristigen Bedarfs. Außerdem  sollen ein Altenpflegeheim und Betreutes Wohnen sowie Wohnbebauung entstehen.Für die Öffentlichkeit besteht im Zeitraum vom 09.08.2021 bis einschließlich 10.09.2021 die Möglichkeit, im Bauamt der Gemeindeverwaltung Ottendorf-Okrilla, 01458 Ottendorf-Okrilla, Radeburger Straße 34, Raum N104 während der Dienstzeiten frühzeitig über die allgemeinen Ziele und Zwecke sowie die voraussichtlichen Auswirkungen der Planung unterrichtet zu werden und den Vorentwurf des Bebauungsplans "Lebensmittelmarkt und Wohnbebauung Medingen, Weixdorfer Straße", Planstand 29.06.2021, einzusehen.

Zusätzlich sind die Planunterlagen zur Information in der Internetpräsentation der Gemeinde unter https://www.ottendorf-okrilla.de/bebauungsplaene.html einsehbar. Während dieser Auslegungsfrist werden auch Äußerungen zu der Planungsabsicht entgegengenommen.


Juni 2021 - Zukünftige Schullandschaft vom Kreistag beschlossen - Gemeinde Ottendorf-Okrilla erteilt ihr Einvernehmen zum Schulnetzplan

Eine vollständige Schullandschaft von Grundschule bis Gymnasium war der Wunsch für Ottendorf-Okrilla gewesen. Die Gemeinde wollte sich dafür interessant machen und in das Licht des Wollens rücken. Letztlich reichte es gegenüber dem Landratsamt Bautzen nur zum einmütigen Einvernehmen mit dem ausschließlichen Blick auf unsere Grundschulen und die Oberschule des Landkreises.

Auszug aus der Schulnetzplanung, Planteil Gymnasien - 5. Einrichtung eines Gymnasiums in Ottendorf-OkrillaAuszug aus der Schulnetzplanung, Planteil Gymnasien - 5. Einrichtung eines Gymnasiums in Ottendorf-Okrilla

In Anbetracht der weiterwachsenden Zahlen an Schülerinnen und Schüler nicht nur an den Gymnasien sollte die Zusammenarbeit mit dem Schulamt gesucht werden, um für eine vollständige Schullandschaft in Ottendorf-Okrilla zu werben.

Daher hatte Kreisrat René Edelmann im Kreistag Bautzen bereits im Vorfeld der Erarbeitung der Teilschulnetzplanung Gymnasien, Bereich Radeberg die Prüfung einer Neugründung in der Gemeinde Ottendorf-Okrilla beantragt.

Auf insgesamt elf Seiten betrachtet der Landkreis das Ansinnen eines solchen  3-zügigen Gymnasiums. Neben zu wenigen potenziellen Kindern in der Gemeinde selbst, führte man ebenso das fehlende Gebäude, die langen Planungs- und Bauzeiten sowie die entstehende Konkurrenz zu den umliegenden Einrichtungen an. Das gerade die Bildung eines größeren Schulbezirkes u.a. mit der Gemeinde Wachau und landkreisübergreifend mit der Stadt Radeburg eine zukunftssichere Option sein könnte, spielte eine untergeordnete Rolle.

Kurzum: Der am 31. Mai 2021 im Kreistag beschlossene Gesamtschulnetzplan sieht keine Verbesserungen in Ottendorf-Okrilla vor. Obwohl die Schülerzahlen seit dem 2012er Plan stetig gestiegen sind und die Schulen die Grenze der Aufnahmekapazitäten längst erreicht haben, wurde mal wieder auf Kante genäht. Schließlich weiß man schon heute, dass die Erweiterungs- und Neubauten in Radeberg, Großröhrsdorf, Kamenz und Dresden-Klotzsche zu wenig Plätze vorhalten werden. Der Dresdner Schulleiter Haubitz spricht bspw. von einem fehlenden zweiten Gymnasium im Dresdner Norden. Das Gymnasium in Kamenz wird trotz Umbau nach dessen Fertigstellung weitere zusätzliche Räume zwingend benötigen.

Umso verwunderlicher ist es, dass der Ottendorfer Gemeinderat am 12.04.2021 zu dieser Planung uneingeschränkt sein Einvernehmen erklärte, obwohl weder Anpassungen bei der bestehenden Oberschule noch das gewünschte Gymnasium Bestandteil sind. Mag es daran gelegen haben, dass den Räten der Einblick in das weit über 1000 Seiten umfassende Werk fehlte? Am Landkreis lag dies allerdings nicht. Dieser hatte die Unterlagen allen Städten und Gemeinden zur Beschlussfassung zur Verfügung gestellt. Eine Aufarbeitung für die Gemeinderäte erfolgte nicht. Letztlich wurde es ein Beschluss, ohne zu wissen was man eigentlich beschließt.

Nachbarkommunen hingegen nutzten mal wieder die Gelegenheit zu umfangreichen Stellungnahmen. So positionierten sich die Wachauer Gemeinderäte gleich zweifach zu Oberschulen und Gymnasien. Andere machten nochmals auf verschiedene Defizite bei Kapazitäten, Gebäudeanalysen sowie Schulwegen aufmerksam und wiesen auf örtliche Besonderheiten hin.


Im Jahr 2020


Dezember 2020 - Medingen - 20 Jahre Ortsteil der Gemeinde Ottendorf-Okrilla

Quelle: Heimatverein Medingen
Der frischgedruckte 2. Teil unserer Medinger Chronik ist fertig.

Aufgearbeitet wurden darin die Jahre 1999 bis 2018. Die Chronik umfasst 178 Seiten und bewahrt interessantes Zeitgeschehen und unzählige Zeitdokumente. Die Autoren gewähren uns aus Medinger Sicht einen eindrucksvollen Rückblick über die letzten gemeinsamen 20 Jahre.

Ab sofort kann das Buch im Blumenhaus Franke, in der Bäckerei Stephan und beim Ortsvorsteher erworben werden.

Die Fortsetzung unserer Chronik, welche sich nahtlos an den bereits im Jahr 2000 erschienenen 1. Teil anschließt, kostet 15,00 €.



Juli 2020 - Für ein Gymnasium Ottendorf-Okrilla - was ist zu tun?

Die in den letzten Jahren stetig gestiegen Schülerzahlen führen nicht nur an den bestehenden Einrichtungen in Trägerschaft des Landkreis Bautzen zu Kapazitätsproblemen. An dieser Stelle wurde bereits in der Vergangenheit viel getan. Aber ganz besonders sind in den kommenden Jahren weitere Investitionen notwendig, darunter am HGR Radeberg. Dieses unterhielt vor vielen Jahren eine Außenstelle in der Gemeinde Ottendorf-Okrilla.

© racorn / 123RF.com© racorn / 123RF.com

Im Schuljahr 2019/2020 besuchten u.a. 74 Schülerinnen und Schüler aus Ottendorf-Okrilla das Dresdner Gymnasium Klotzsche. Die gleiche Anzahl wird es auch im Schuljahr 2020/2021 sein. Weitere 196 Schülerinnen und Schüler aus dem Gemeindegebiet fuhren täglich zum Schulbesuch an das Humboldt-Gymnasium in Radeberg.

Ottendorf-Okrilla ist gemessen an seinen knapp 10.000 Einwohnern die sechsgrößte Kommune und die am dichtesten besiedelte Gemeinde im Landkreis Bautzen. Sie zeichnet sich neben ihren drei Grundschulen eben auch durch eine Oberschule in Trägerschaft des Landkreises aus. 

Ein Gymnasium zur Erweiterung unserer Schullandschaft wäre hier wünschenswert und würde vor allem unsere Kinder stärker an die Gemeinde sowie den Landkreis binden.

Daher hatte ich als Kreisrat wie als Ortsvorsteher bereits beim Landkreis Bautzen angefragt, wie er seinen Aufgaben gegenüber unseren Gymnasiasten in der Zukunft gerecht werden will und ob Ottendorf-Okrilla mittelfristig als gymnasialen Schulstandort geplant sei? Der Landrat antwortete: "Die von Ihnen beschriebene Situation ist durchaus zutreffend. Die Gymnasien befinden sich in Kamenz, Großröhrsdorf und Radeberg. Daraus resultieren vergleichsweise lange Anfahrtswege für Schüler. ... Über einen gymnasialen Standort Ottendorf-Okrilla muss innerhalb der beschriebenen Planverfahren befunden werden."

Hintergrund meiner Anfrage war, dass das Landratsamt eigentlich bis 31.12.2020 die Schulnetzplanung fortschreiben sollte, was sich aktuell verzögern wird.

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt!

Aus diesem Grund beauftragte gestern der Kreistag nun den Landrat mit der Erarbeitung eines vorgezogenen Teilschulnetzplanes für die Gymnasien in der Planungsregion Radeberg/Großröhrsdorf, welcher dem Kreistag im 4. Quartal 2020 zur Beschlussfassung vorzulegen ist. Hierin soll für die Schulstandorte Radeberg und Großröhrsdorf ein Entwicklungskonzept mit möglichen Handlungsalternativen sowie einem Zeit- und Maßnahmenplan erarbeitet werden.

An dieser Stelle habe ich mich für die besondere Betrachtung der Schüler- und Wegebeziehungen des Raumes Ottendorf-Okrilla eingesetzt. Auf Antrag wurde so in den gestrigen Beschluss noch ergänzt, dass der Situation in Ottendorf-Okrilla bei der Erarbeitung des Entwicklungskonzeptes Rechnung getragen wird.

Man muss das Eisen schmieden, solange es heiß ist.

Will Ottendorf-Okrilla seine Chance wahrnehmen, so muss jetzt offensiv für unseren Schulstandort geworben und mit guten Argumenten gekämpft werden. Ist der Teilschulnetzplan oder gar die Schulnetzplanung selbst erst einmal beschlossen, wäre eine Berücksichtigung quasi ausgeschlossen.
Daher muss es die Gemeindeverwaltung Ottendorf-Okrilla gemeinsam mit den umliegenden Kommunen jetzt anpacken, dass der Planungsträger - der Landkreis Bautzen - die Wichtigkeit einer solchen Entscheidung für diese Region und Ottendorf-Okrilla  erkennt und auch bereit ist eine solche zukunftsweisende Investition zu schultern.



Juli 2020 - Vereinshaus Medingen wurde renoviert

Seit März erfahren wir die vielfältigsten Einschränkungen. Tagtägliche Selbstverständlichkeiten und liebgewonnene Freizeitaktivitäten unterlagen plötzlich den umfangreichen Corona-Bestimmungen. Langsam kehren wir endlich zur Normalität zurück.

Auch das Vereinshaus war in dieser Zeit geschlossen. Es konnten weder Bürgersprechstunden, Sitzungen des Ortschaftsrates, Vereinstreffen oder Familienfeiern stattfinden.

Diese langen drei Monate wollten wir nicht im Stillstand verbringen und haben uns daher der Renovierung der Gemeinschaftsräume angenommen. Nach der Erweiterung im Jahr 2014 war dies nun auch notwendig geworden. So machten sich die Mitglieder des Heimatvereins mit tatkräftiger Unterstützung von Jaque Klimpel ans Werk. Natürlich regelkonform immer einzeln und einer schön nach dem anderem.

So wurde repariert, instandgesetzt und gereinigt. Die Räume erhielten frische Farben und wurden liebevoll dekoriert.

Die durch das Coronavirus bedingte Schließung ist inzwischen aufgehoben. Ab sofort hat unser Haus für die Vereine, den Ortschaftsrat sowie alle sonstigen Nutzer wieder geöffnet und wartet darauf, erneut mit Leben gefüllt zu werden.      

Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal im Namen aller bei Jaque Klimpel Gebäudedienstleistungen für die umfangreichen Malerarbeiten herzlich bedanken.

Quelle: René Edelmann


Quelle: René Edelmann




10. Juli 2020 - Eine tolle Aktion

Quelle: KiTa Zwergenland

Zahlreiche von den Kita-Kindern gestaltete „Zwerge“ hatten während der Corona bedingten Schließung den Weg ins Zwergenland gefunden. Die Erstankömmlinge gingen unverzüglich auf Reisen in ein Werbestudio zum „Fotoshooting“ um sich für die Große Präsentation wetterfest vorzubereiten. Die etwas später eingetroffenen Zwerge folgten sogleich. Seit ihrer Rückkehr warteten sie gemeinsam auf ihren großen Auftritt.

Dieser Tag war heute. Seit wenigen Stunden zeigen sie sich nun im Eingangsbereich der KiTa, wobei sie natürlich von allen Zwergenkindern freudig begrüßt wurden. Zum Abschluss dieser nachhaltigen Aktion gab es für alle ein leckeres Eis von Giovanna. Ein großes Dankeschön geht an unsere Erzieherinnen und Erzieher sowie alle Unterstützer und den Förderverein!



Juni 2020 - Beteiligung an der Vorplanung  der "B 97 Ortsumgehung Ottendorf-Okrilla"

Etwas überraschend war es schon, und zwar im doppelten Sinn. Zum einen wurde die Voruntersuchung zum Streckenverlauf bereits jetzt aufgestellt, gerade hatten wir noch zur ausstehenden Umweltverträglichkeitsprüfung Stellung genommen, zum anderen konnte das Fazit zu den zwei betrachteten Varianten nicht deutlicher ausfallen. Eines muss nun auch den Letzten bewusst werden, eine Null-Variante sowie der Erhalt der Anschlussstelle Hermsdorf wurden nicht berücksichtigt.

Quelle: LASuV SachsenQuelle: LASuV Sachsen

Dieses Gefühl beschlich einen schon im Jahr 2018. Genau aus diesem Grund hatte ich mit einigen Kollegen im September jenes Jahres einen Antrag im Gemeinderat eingebracht, worin die Gemeinde Ottendorf-Okrilla im Sinne ihrer Eigenentwicklung eine ergebnisoffene Variantenbetrachtung (Null-Variante, West- oder Ostumfahrung) durchführen sollte. Unsere kommunalen Interessen, Bedarfe und Ziele im Konsens mit unserem örtlichen Straßennetz hätten wir so frühzeitig gegenüber der LASuV formulieren und in die Voruntersuchung einfließen lassen können.
Dies lehnte der Gemeinderat mehrheitlich ab, beließ es bei seiner Stellungnahme zum vorangegangenen Verkehrskonzept. Also werden wir folglich jetzt wieder nur verwaltungsseitig reagieren und nicht agieren.

Die Presse fasst es treffend so zusammen: „Nach langwierigen Untersuchungen schlägt das LASuV die Ostvariante vor. Sie schneidet nach Einschätzung der Fachleute in mehreren Punkten besser ab, als die Westvariante. Einmal ist sie deutlich kostengünstiger. Während die Westumgehung rund 55 Millionen Euro teuer ist, sind für die Ostvariante rund 43 Millionen Euro veranschlagt. Außerdem entlastet sie Ottendorf-Okrilla wirksamer vom Autoverkehr. Insbesondere der Lkw-Verkehr vom und zum Gewebepark könnte bei der Ostvariante vom Ortskern ferngehalten werden. Bei der Westvariante würde der zu großen Teilen weiterhin durch den Ort rollen.“

https://www.saechsische.de/plus/ottendorf-okrilla-strassenamt-umgehung-schlaegt-variante-fuer-neue-b-97-vor-5212169.html



Juni 2020 - Amseltaltreppe in Medingen wieder instandgesetzt

Quelle: René Edelmann

Vor handfester Arbeit haben die Mitglieder des Heimatvereins keine Angst. Jetzt griffen sie zu Schubkarre, Schaufel, Maurerkelle und Fäustel brachten den in die Jahre gekommenen Weg im Amseltal auf Vordermann.

Mit Unterstützung der Gemeindeverwaltung, welche das Material zur Verfügung stellte, haben die Ehrenamtlichen an einigen zurückliegenden Wochenenden die Wegstrecke wiederaufgearbeitet und hergerichtet. So wurden viele neue Steine gesetzt, Querschläge eingebaut und Treppenwangen ausgebessert. Aber auch neues Mineralgemisch Schubkarre für Schubkarre angefüllt und später von einem Mitarbeiter des Bauhofes verdichtet. Die Gefahrenstellen sind nun beseitigt, so dass der Weg wieder alle Spaziergänger und Wanderer gleichermaßen in unsere heimische Natur einlädt.

Quelle: René Edelmann


Quelle: René Edelmann




Juni 2020 - Kinderbetreuung - Erfolgreicher Start in die Eigenständigkeit 2020 

Erzieher sein - Mensch sein - Pippi sein…

Wer von uns kennt nicht Pippi Langstrumpf?! Sie agiert unkonventionell, mutig, stark und frei. Pippi geht ganz selbstverständlich davon aus, dass sie ihr Leben und ihre Lebensumstände selbst gestalten kann. Natürlich ist in einem fiktiven Kinderroman alles möglich! Doch wie sieht es in der Wirklichkeit aus? Die Berufsbezeichnung Erzieherin / Erzieher darf führen, wer über einen Nachweis der fachlichen Qualifikation verfügt. Mensch ist man logischerweise immer, da braucht es keinen Leistungsnachweis. Und doch sind die berufliche Identität und die Qualität der Arbeit als Erzieherin / Erzieher untrennbar mit den menschlichen Qualitäten verbunden. Was wünschen wir uns Mitarbeiter? Grundlegend möchte ich sagen, dass wir alle Menschen sind, Menschen, die nicht perfekt sind. Wir haben unsere eigene Fehlerkultur und entscheiden selbst, welche Kritik wir für angebracht und welche wir für unangebracht halten. Wir als Team haben uns darauf verständigt, sich an den schönen Seiten des Berufes zu orientieren und negativen Begleiterscheinungen nicht mehr Gewicht zu geben, als unbedingt notwendig ist. Trägt das unser Träger? Ja, wieder! Wir sind unserem Träger für den Strukturwandel sehr dankbar und erkennen die großzügige Freiheit die er uns Kindertagesstättenleitern und den    jeweiligen Teams zuteil werden lässt. Wir haben nun zahlreiche Möglichkeiten unseren Arbeitsplatz selbst zu gestalten. So wie das Kind Akteur seiner Entwicklung sein darf, so dürfen wir auch jetzt die Selbstgestalter unserer Kindereinrichtung sein. Ich würde es mit Pippis Worten ausdrücken: “Ich mach die Welt, wie sie mir gefällt!” Heißt das, alle machen was sie wollen? Nein! Bei uns im “Zwergenland” steht die systemische Arbeit aller Mitarbeiter im Mittelpunkt. Sämtliche Prozesse dienen einem Zweck, nämlich Kinder zu fördern und dabei die Eltern, die Familien im Blick zu haben, vorhandene Ressourcen zu nutzen und brachliegende zu entwickeln. Das war in der Vergangenheit sehr schwierig und forderte uns viel Kraft ab. Heute stellen wir unsere eigenen Stärken in den Fokus, ermutigen uns gegenseitig und entwickeln gemeinsam Lösungswege. Gegenwärtig stehen wir vor der Herausforderung in einer haushaltlosen Zeit unsere Räumlichkeiten, die wir vom Träger bereits im Juni 2019 dazu bekommen haben, auszustatten. Organisatorisch laufen bereits erste Planungen zu den räumlichen Aufteilungen.  Individuelle und kostengünstige Lösungen sind hier gefragt.

Quelle: René Edelmann

Unterstützung bekommen wir von Herrn Edelmann. Nicht nur in seiner Funktion als Vorsitzender des Förderverein der Grundschule Medingen und der Kita Zwergenland, als Ortsvorsteher oder als Gemeinedratsmitglied - sondern als Mensch! Er hört zu, lässt sich die Problematik erklären und sucht nach Lösungen. So hat er zum Beispiel  bereits im September 2011 dem Kindergarten Medingen einen Bildschirm im Vorraum zur Verfügung gestellt, als die Frage der Finanzierung beim Träger noch in der Klärung war. Er erkennt Problemfelder und sucht nach Lösungen, wenn ich nur an die Weihnachtsbaumproblematik zurück denke, war auch er derjenige der in allen Kindereinrichtungen der Gemeinde  das Unmögliche möglich machte. Ja, René Edelmann handelt und das schätzen wir sehr! Das jüngste Beispiel: Ich bekam einen Anruf. -” Wollt Ihr für das zukünftige Personal- und Schulungszimmer Tische und Stühle haben?” Die Antwort war – “Klar”!, wer sagt da schon nein.  Einige Tage später, alles da!

Quelle: René Edelmann

Was macht den Erfolg aus? Wer sich engagiert und Kontakte pflegt, wer etwas Besonderes und Gutes für andere tut, wer einfach nur verdeutlichen möchte, was seiner Ansicht nach wichtig ist und was die Früchte der eigenen Arbeit sind, darf und sollte auch er darüber reden.Wir machen die ersten Schritte als Kindergarten in die Eigenständigkeit und wir fühlen uns dabei wie Pippi Langstrumpf - stark und mutig!  

Kerstin Rieger, Leiterin Kindergarten “Zwergenland” Medingen



Juni 2020 - DigitalPakt Schule

Auch die 30 Schulen in Trägerschaft des Landkreis Bautzen - darunter die OS Ottendorf-Okrilla und das HGR Radeberg - profitieren vom Digitalpakt, welcher schrittweise umgesetzt wird und bis Ende 2024 abgeschlossen sein soll. Dabei werden 80 % der von Bund und Ländern zur Verfügung gestellten Gelder in die Infrastruktur investiert. Der Rest ist für Technik wie Laptop's, Tablet's und digitale Wandtafeln vorgesehen. Hinzu kommen noch Eigenmittel des Landkreises.

© Antonio Guillem / 123RF.com© Antonio Guillem / 123RF.com

Der Kreistag genehmigte überplanmäßige Ausgaben in Höhe von 1.490.500 Euro für den Beginn der Umsetzung des DigitalPakt Schule. Mit einem Teil der Mittel können an den drei Modellschulen Oberschule Lauta, Oberschule Lohsa und Lindenschule Bautzen – Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung die Mindestanforderungen der digitalen Infrastruktur geschaffen sowie diese mit digitalen Endgeräten ausgestattet werden.
Darüber hinaus kommen ca. 300.000 Euro der Planung der elektrotechnischen und bautechnischen Umsetzung des DigitalPakt für weitere Schulen zu Gute. Der Umbau der nächsten sieben Schulen findet dann im Sommer 2021 statt.

Jede Einrichtung legt letztlich in ihrem eigenen Medienbildungskonzept fest, wie die neue Technik in den Schulalltag eingebunden wird.



Quelle: KiTa Zwergenland

April 2020 - Dankeschön

Die Erzieherinnen und Erzieher der KiTa "Zwergenland bedanken sich bei den fleißigen Händen für die Herstellung der Mund-Nasenschutz-Masken. Auch wenn das Tragenes in der Notbetreuung keine Pflicht ist, sind sie doch für jede Individualität vorbereitet. Was die Helfer seit nunmehr schon über fünf Wochen leisten, ist einfach Spitze. Dankeschön!!!



März 2020 - Ausbau der S 177 zwischen Medingen und Ottendorf-Okrilla lässt weiter auf sich warten

Quelle: René Edelmann
Der ausstehende Ausbau der S177 zwischen den Ortsteilen Ottendorf-Okrilla und Medingen ist seit vielen Jahren vor allem wegen dem fehlenden Radweg ein Dauerthema.

Auf aktuelle Nachfrage beim Niederlassungsleiter Bautzen teilte der Maßnahmenträger die LASuV mit, dass diese Maßnahme im Bauprogramm eingeordnet und damit finanziell abgesichert sei. Allerdings können die Bauarbeiten nur unter einer Vollsperrung realisiert werden. Aufgrund der Verschiebung und nun anderen im Umfeld laufenden Baumaßahmen, kann die LASuV heute noch nicht sagen, wann der Straßenausbau tatsächlich umgesetzt werden kann.

Unabhängig davon ist vorgesehen, die zur Baumaßnahme gehörenden Ausgleich - und Ersatzmaßnahmen im Sinne des Naturschutzes im Herbst 2020 zu beginnen.



16. März 2020 - Mach mit

 

Wir wollen vorbereitet sein und jetzt ein Netzwerk für all diejenigen aufbauen, die keine Unterstützung aus dem Familien- und Freundeskreis erhalten können!
Wir halten zusammen und vermitteln Hilfe!

Unsere Idee - unser Ziel:
Da sich jeder mit dem Coronavirus infizieren kann, wollen wir vorbereitet sein und für Betroffene praktische Hilfe vermitteln. Bestimmte Personengruppen haben von vornherein ein höheres Risiko für einen schwereren Krankheitsverlauf. Neben älteren Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen können auch Menschen in Quarantäne eine breite Unterstützung benötigen. Wer zu Hause ausharren muss, sieht sich mit den tagtäglichen Alltagsproblemen konfrontiert, die es nun zu lösen gilt. Hier kommen wir ins Spiel! Wir wollen jüngere und gesunde Menschen, welche nicht zur Risikogruppe gehören, als potenzielle Helfer vermitteln. Ob Hilfe bei der Erledigung von Einkäufen oder auch nur bei der Versorgung der tierischen Mitbewohner an dieser Stelle scheint vieles möglich.

http://www.t1p.de/corona-hilfe-oo

So soll ́s funktionieren:

Für Hilfesuchende:
Sie befinden sich in Quarantäne und dürfen das Haus nicht verlassen? Oder Sie sollen entsprechend den Empfehlungen zu Hause bleiben, da Sie zur Corona-Risikogruppe gehören? Jetzt suchen Sie u.a. Hilfe für Ihre Einkäufe und Besorgungen? Ihre Ansprechpartner finden Sie auf der o.g. Internetseite oder rufen Sie einfach an! Selbstverständlich werden alle Anfragen vertraulich behandelt!

Für Helfer:
Sie gehören keiner Risikogruppe an und wollen gern Betroffenen helfen? Füllen Sie das Helfer-Formular auf der Internetseite aus oder rufen Sie einfach an! Wir bringen Sie unter Wahrung der Vertraulichkeit mit Hilfesuchenden aus Ihrer Umgebung zusammen.

 



Februar 2020 - "Wir bringen Kinder zurück in die Natur, damit sie diese mit allen Sinnen und voller Neugier begreifen und erleben können"

Unter diesem Motto überreichten Anfang Dezember die Waidgenossen des Hegeringes Röderaue unseren Schülerinnen und Schülern der Sonnenblumenschule einen Lernort-Natur-Koffer der Jägerstiftung natur+mensch, welchen die Jägerschaft des Kreisjagdverbandes Dresden e.V. spendete.

Mit diesem Koffer wollen die engagierten Waidmänner das erlebnisorientierte Lernen und das hautnahe Erleben unserer heimischen Natur unterstützen. Neben der Vermittlung naturkundlicher Bildungsinhalte soll auch die nachhaltige Nutzung des Waldes geschult werden. Die Kinder freuten sich riesig über diese Bereicherung. Ein Zeiss-Fernglas, Becherlupen, Bestimmungsheften, Naturführer und vieles mehr werden sie nun zukünftig im Unterricht und auf Exkursionen begleiten.

Ich möchte mich hiermit nochmals bei den Waidgenossen für ihre Unterstützung und bei Yvonne Ziesche für ihr persönliches Engagement bedanken. Mit diesem Projekt können alle Schüler unsere Tier- und Pflanzenwelt noch besser kennen und schätzen lernen.


Im Jahr 2019

 

Mai 2019 - 20 Jahre Großgemeinde Ottendorf-Okrilla

Am 1. Januar 1999 vereinigten sich die damals selbstständigen Gemeinden Hermsdorf, Medingen und Ottendorf-Okrilla. An diese 20 Jahre unserer seitdem gemeinsamen Geschichte wird auf dem vor genau 6 Jahren auf dem Wachberg enthüllten Gedenkstein erinnert.

Quelle: René Edelmann

Leider war dieses "Jubiläum" bislang nur den Heimatvereinen Ottendorf-Okrilla und Medingen eine Würdigung wert gewesen. Sie luden traditionell am 1. Mai auf den Wachberg zum Familiennachmittag ein.

Der Gemeinde Ottendorf-Okrilla und ihren kommunalpolitischen Gremien scheint der einstige freiwillige Zusammenschluss nicht mehr geläufig zu sein. Dies erscheint angesichts des all zu oft in der Vergangenheit nicht gelebten Miteinanders kaum zu verwundern.

Quelle: René Edelmann


Quelle: René Edelmann


Quelle: René Edelmann


 

April 2019 - Ersatzneubau für Rettungswache Ottendorf-Okrilla  

Die Rettungswache in Ottendorf-Okrilla ist für alle Einwohner ganz besonders wichtig.

Diese war immer eine Forderung der Kostenträger (Krankenkassen) und ist daher unstrittig. Ihr Ausrückegebiet erstreckt sich von Hermsdorf bis Lausnitz sowie von Medingen bis Wachau. Die einzuhaltende Hilfsfrist beträgt max. 12 Minuten.

Der geplante Ersatzbau für die bestehenden Räumlichkeiten im Feuerwehrgerätehaus stellt nicht nur für die Mitarbeiter eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen dar, sondern sollte zugleich eine Optimierung des Standorts und damit der Einsatzvoraussetzungen schaffen.

Quelle: René Edelmann

Doch genau an der Stelle muss man ernsthafte Zweifel am favorisierten Grundstück anmelden. Die vorgesehene Teilfläche des Bauhofgeländes Dresdner Straße 55 befindet sich wie bekannt zwischen der AS Hermsdorf und einem Kreuzungsbereich mit Bahnbeschrankung. Zwei weitere Bahnübergänge schließen sich in Hermsdorf und Orts auswärts vor dem Feuerwehrgerätehaus an. Jeder kennt die verkehrliche Situation durch Rückstau genau, insbesondere bei überfüllter Autobahn oder geschlossenen Schranken. Diese verkehrliche Situation war schon immer ein heiß diskutiertes Thema bei der Gestaltung der sogenannten Ortsmitte und dem gewünschten Vollsortimenter auf dem Betonwerksgelände. Maßstäbe und Wissen welches anscheinend beim Konsum aber nicht bei einer Rettungswache eine Rolle spielen sollen. 

Selbst der heutige Standort bringt für die Einsatzkräfte schon schwierige Ausrückesituationen mit sich. Hierbei lediglich auf die Sonder- und Wegerechte in §§ 35 und 38 StVO zu verweisen, ist mehr als zweifelhaft. Beschrankte Bahnübergänge öffnen sich hiervon nicht, auch lösen sich keine Staus auf, wenn der Verkehr nicht abfließen kann.  Das sehen die Planer im Landratsamt allerdings anders.

Quelle: René Edelmann

Natürlich sollte man Fachleuten zuerst einmal vertrauen, nur fällt dies bei unbeantworteten Fragen umso schwerer. Gemeinde- wie Kreisräte erhalten zum Beschluss ein Variante 6 aufgezeigt. Fragen nach alternativ betrachteten Grundstücken werden mit fehlender Vorzuglage und höheren Grundstückkosten abgetan. Weder sind die angewandten Maßstäbe einschlägiger Regelwerke insbesondere zur Einhaltung der Hilfsfrist und der Einsatzmittelplanung, sowie der DIN 13049 bekannt noch die Ergebnisse der Prüfung zu erfahren. Auch die mindestens fünf weiteren Varianten und deren Vor- bzw. Nachteile werden nicht kommuniziert. 

Wurden also wirklich alle Richtlinien eingehalten oder war bspw. eine Standortauswahl wegen fehlender Betrachtung weiterer Grundstücke gar nicht oder nur eingeschränkt möglich. Entscheidend für alle Einwohner in Ottendorf-Okrilla muss schließlich das optimalste und nicht das ökonomischste Grundstück sein.

Gerade bei der Grundstückswahl kann die Gemeinde aktiv mitwirken. Nicht die billigste kommunale Fläche darf der Favorit, sondern die verkehrlich am besten erschlossene Lage muss das Ziel sein.

Quelle: LRA Bautzen

Eine mögliche Verlängerung der heute tatsächlich zeitlich zurückzulegenden Hilfsfrist für einzelne Orte ist schwer hinnehmbar. Jede zusätzliche Minute bis zum Patienten beeinflusst nicht nur die Genesung oder gar das Überleben, sondern ist vor allem für irrreparable Folgeschäden ausschlaggebend.

Nur bei einer ausreichenden inhaltlich und fachlich untersetzten Beantwortung der gestellten Fragen kann dem Standortvorschlag guten Gewissens gefolgt werden.

Abschließend noch einige Anmerkungen zu rein kommunalen Interessen. Die Gemeinde beabsichtigt die Fläche für 45 € pro m² zu verkaufen. Das LRA will lediglich 1.800 m², ohne der Möglichkeit eine eigene verkehrliche Anbindung und Zufahrt anzuordnen können, erwerben. Eine Gesamtsumme von 81.000 € stehen hierbei jahrzehntelang zu gewährenden Wegerechten für den Landkreis, Instandhaltungen für Zufahrt und Toranlage, sowie deren Verkehrssicherung gegenüber. Jeder private Häuslebauer zahlt längst für ein kommunales Grundstück bei voller Übernahme aller Lasten ganze 150 Euro pro m². Das überfällige Sozialgebäude für die Bauhofmitarbeiter ist mit der Summe erst recht nicht finanzierbar.

Des Weiteren interessiert der einzuhaltende 30 Meter große Waldabstand keine der übergeordneten Behörden. Gleichwohl wird dieser Maßstab bei Bauvorhaben der Eigenentwicklung der Gemeinde oder von Privatpersonen nicht angewendet und in der Regel ohne Ausnahmen vollzogen. Ein wenig mehr Augenhöhe wäre zumindest einmal angebracht.

 

April 2019 - Haushaltssatzung 2019 kontra Brandschutz

In diesem Jahr zahlt der Freistaat Sachsen erstmals für jeden aktiven ehrenamtlichen Kameraden anerkennend 50 Euro. So erhalten alle 122 Aktiven der Gemeinde zusammen einen zusätzlichen Betrag von 6.100 Euro.

Gleichzeitig bekommt Ottendorf-Okrilla für notwendige Beschaffungen einen fünfstelligen Betrag an Fördermitteln weniger als geplant, weil der Fördersatz von bisher 75 % auf 50 % gesenkt wurde. Wer letztlich für die fehlenden rund 25.000 € tatsächlich verantwortlich ist, sollten Land und Landkreis dringendst klären.

Interessant dabei ist nur, dass dieser fehlende Geldbetrag weder bei den zu beschließenden Änderungen zum Haushaltplan noch beim Beschluss der Haushaltssatzung 2019 selbst eine Rolle spielte. Die Möglichkeit der Korrektur war gegeben. Aber die Kommunikation des Problems blieb aus.

Umso drastischer sind da die Ausführungen von Brandinspektor Jaque Klimpel in einem offenen Brief. Mit 20 Jahren Erfahrung als Ortswehrleiter in Medingen schildert er mit drastischen Worten den aktuellen Bedarf und die strukturellen Defizite der Gemeindefeuerwehr. Ein Feuerwehrmann mit Leib und Seele, geprägt durch den Aufbau einer Ortsfeuerwehr und dem wiederkehrenden Kampf um Selbstverständliches.

Ein Verzicht der 25.000 Euro für ihn undenkbar. Doch ein Ausgleich aus Gemeindemitteln müsste das Finanzloch schließen. Dies scheint jedoch laut Aussage des Kämmerers Robin Lehmann nach dem Haushaltbeschluss unmöglich, da für zusätzliche Ausgaben keinerlei Spielraum mehr vorhanden sei.

Ein Schelm der da Böses denkt....

Wir bauen ein Teichwiesenbad für ursprünglich geplante rund 1 Mio. € um. Aus der Sanierung wird letztlich ein Neubau für 2,5 Mio. €. Nicht zweckgebundene Fördermittel aus „Brücken in die Zukunft“ fließen in das freiwillige Projekt und fehlen bei Pflichtaufgaben wie KiTas, Schulen und Straßenbau.

Wir wollen einen neuen Kindergarten mit ursprünglich 65 Betreuungsplätzen für ca. 1.6 Mio. € einschließlich 800.000 € Fördermittel errichten. Daraus werden schon vor Baubeginn für 70 Plätze ca. 2,75 Mio. €. Dies alles muss mit einer Neuverschuldung von 1,7 Mio. €, also 170 € pro Einwohner finanziert werden.

Bis 2021 explodiert nun trotz stetiger Tilgung der letzten Jahre unser Schuldenstand erneut und erreicht bedenklich nahe die Verschuldungsgrenze von 850 € pro Einwohner.

Versäumnisse der letzten Jahre lassen an der Genehmigung der Haushalte 2019 und erst recht 2020 zweifeln.

Ottendorf-Okrilla schafft es schon heute nicht fehlende Fördermittel im niedrigen 5-stelligen Bereich für notwendige laufende Ausgaben des Brandschutzes durch Eigenmittel auszugleichen.

Kurzum - die Gemeinde hat keinerlei finanziellen Spielraum für Ersatzbeschaffungen der Feuerwehr.

Dies scheint eine Bankrotterklärung sondergleichen!

  

März 2019 - Vorgriff auf den Haushalt 2019 für Ausbau S 177

Quelle: René Edelmann

Seit nunmehr fast 20 Jahren wird über den grundhaften Ausbau der Ortsverbindungsstraße zwischen Ottendorf-Okrilla und Medingen diskutiert. Nachdem im letzten Jahr das zuständige Straßenbauamt die Bauarbeiten an diesem Teilabschnitt der S 177 bereits für 2019 angekündigt hatte, will die LASuV diese Maßnahme nun im Laufe des Jahres 2019 ausschreiben. Mit dem Ausbau selbst könnte dann im Frühjahr 2020 begonnen werden. Besonders wichtig ist hierbei der im Zuge der Straßenbaumaßnahme einstehende Geh- und Radweg. 

Für den baulichen Anteil der Gemeinde hat Kämmerer Robin Lehmann insgesamt 325.000 € in die Haushaltjahre 2019 und 2020 eingestellt. Diese enthalten beantragte Fördermittel in Höhe von 40 %. 

Da der Haushalt 2019 noch nicht beschlossen ist, stimmte der Gemeinderat einem Vorgriff und damit der Freigabe dieser Gelder vorab zu. Somit können erste Leistungen ausgeschrieben werden. 

 

 

Februar 2019 - Fördermittel kontra Neuverschuldung oder wie realistisch ist ein weiterer Neubau für Medingen

Als im Jahr 2017 ein Antrag auf Gewährung von Fördermitteln für einen angedachten KiTa-Neubau mit 65 Plätzen gestellt wurde, waren für diese Investition Baukosten von 1,6 Mio. € geplant. 

Dabei ging man seiner Zeit von 25.000 € pro geschaffenen KiTa-Platz aus. Fördermittel in Höhe von 800.000 € kündigten sich an, was eine Förderquote von 50 % bedeutet hätte. Rechnet man diese Werte auf die heute fixierte Kapazität von 70 Plätzen hoch, hätte man damals von 1,7 Mio. € Baukosten ausgehen und auf 875.000 € Fördermittel hoffen können. 

Zwischenzeitlich erhöhten sich die geschätzten Baukosten ohne Außengelände und Einrichtung von 2017 zu heute auf 2,1 Mio. €. Eine weitere verwaltungsseitig erwartete Kostensteigerung bis zur Fertigstellung im Jahr 2021von 20 % lässt diese Summe auf dem Papier bereits ohne einen einzigen bewegten Stein auf stolze 2,5 Mio. € anwachsen. Schon jetzt reduziert sich damit die ursprüngliche 50 %-ige Förderung des Bundes auf nur noch 35 % der Gebäudekosten. Auch die Einrichtung und die Außenanlagen kommen mit weiteren 250.000 € noch zusätzlich zu 100 % aus dem Gemeindehaushalt hinzu.  

Betrachtet man nun die zugesicherte Förderhöhe von 800.000 € mit der jetzt genannten Kostensteigerung von 800.000 Euro, steht man ernüchternd fest, dass Letztere die Erstere geradezu "aufgefressen" haben. 

Bleibt uns nur zu hoffen, dass andere Kommunen ihre Fördermittel nicht in voller Höhe oder überhaupt nicht in Anspruch nehmen und wir wenigstens noch eine in Aussicht gestellte Erhöhung der Fördersumme um 75.000 € erhalten.

Schauen wir abschließend noch einmal auf den für Medingen beschworenen und im Rahmen der Konzeption festzuschreibenden Ersatzneubau, müsste die Finanzlage jedem Anwesenden die Euphorie unrealistisch erscheinen lassen.

Erstens finanzieren wir bereits die neue Hermsdorfer Einrichtung mittels Neuverschuldung, welchen jeden Einwohner mit 170 € zusätzlich belasten wird und eine weitere Kreditierung bedingt durch die Verschuldungsgrenze von maximal 850 € pro Kopf ausschließen dürfte.

Zweitens fehlten bereits heute ausreichende Eigenmittel für einen derartige Investition im Gemeindehaushalt. Einige andere lang geplante Maßnahmen müssen trotz Kredit gar in die Zukunft verschoben werden. Des Weiteren beinhaltet die mittelfristige Finanzplanung viele wichtige Investitionen noch gar nicht.

Drittens bedarf es großzügiger Fördermittel. Das aktuelle Bundesprogramm ist überzeichnet. Weder sind für die Zukunft weitere Programme des Bundes bekannt, noch stehen Quoten und Summen fest. Setzen wir die im Kreishaushalt für 2019/2020 vorgesehenen Mittel mit lediglich 600.000 €/jährlich für alle Kommunen im Kreisgebiet ins das Verhältnis zur aktuell geförderten Maßnahme, dann wird klar, wie wahrscheinlich eine neuerliche Bezuschussung einer Ottendorfer Einrichtung in den nächsten Jahren ist.

 

Januar 2019 - Neubau Kindertagesstätte vs. KiTa-Konzeption

Für eine einstige Notlösung in der Grundschule Hermsdorf soll nun ein Neubau entstehen.

Trotz fehlendem KiTa-Konzept, unzähliger offener und aus Zeitgründen nicht mehr zu klärender Fragen im Zusammenhang mit dem geplanten Neubau, aber auch in Verbindung mit allen anderen Kindereinrichtungen, soll morgen ein KiTa-Neubau in Hermsdorf an der Nordstraße beschlossen werden. 

Wegen der mangelnden Auskunftsbereitschaft und widersprüchlicher Unterlagen seitens der Verwaltung zogen Gemeinderäte im Januar 2018 die Notbremse und verlangten ein klärendes Konzept für das gesamte Betreuungsangebot in Ottendorf-Okrilla. Aber 12 Monate später liegt noch immer nichts auf dem Tisch. Dafür ein nötigender Beschlussvorschlag für den Gemeinderat. 

Wurde die Erarbeitung des KiTa-Konzeptes ausgesessen? 

Glaubt man den Zahlen aus dem Rathaus gibt es in der Gemeinde aktuell 519 Kinder zwischen 1 und 6 Jahren. Dem gegenüber stehen 528 Betreuungsplätze und weitere 60 Plätze bei Tagesmüttern. Bereits an der Stelle bemerkt das ein oder andere Elternteil die Diskrepanz zur tatsächlichen Platzvergabe. 

Quelle: Gemeindeverwaltung Ottendorf-Okrilla

Noch interessanter wird es bei der Standortauswahl. Die Verwaltung hat sich entschieden. Der Gemeinderat kennt weder die betrachteten Standorte, die Auswahlkriterien und die Vor- bzw. Nachteile der in Frage kommenden Grundstücke. 

Die beiden heutigen Hermsdorfer Einrichtungen bieten aktuell 147 Kindern eine Betreuung an. Zukünftig würde sich die Anzahl bis auf 170 Plätze erhöhen. Eine spätere Erweiterung ist möglich. Vor Ort selbst wohnen allerdings nur 77 Kinder plus weitere mögliche 27 Kinder aus Grünberg. 

Quelle: Gemeindeverwaltung Ottendorf-Okrilla

In Medingen hingegen haben heute 123 Kinder von 1 bis 6 Jahren ihr zu Hause. Das örtliche "Zwergenland" kann allerdings nur 68 unserer Jüngsten aufnehmen. Die Zahl wird mit dem Umbau der Küche und des Sanitärbereichs vor aller Voraussicht noch einmal sinken. 

Warum nutzt man diese Gelegenheit also nicht zu einer Korrektur innerhalb der Ottendorfer Betreuungslandschaft? Die Gelegenheit kommt so schnell nicht wieder. Wo sind die guten Vorsätze aus dem Entwicklungs- und Handlungskonzept der Gemeinde, der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung und dem Beschluss zur Erarbeitung einer KiTa-Konzeption geblieben? Es würde doch tatsächlich niemanden etwas weggenommen, sondern nur ausgewogener verteilt... 

Die einen zelebrieren Umweltschutz und wünschen E-Mobilität für Ihren Dienstwagen, aber schicken gleichwohl Dutzende Eltern auch weiterhin quer durch die Großgemeinde. 

Der Gemeinderat rudert mit der "zeitlichen und finanziellen" Pistole auf der Brust wieder zurück und bestärkt die Verursacher des Dilemmas erneut durch seine Zustimmung in ihrer Arbeitsweise.

 

Im Jahr 2018


September 2018 - Der Ausbau der S177 zwischen Medingen und Ottendorf-Okrilla mit Errichtung eines Radweges steht kurz bevor

Quelle: René Edelmann

Bald geht es los... Glaubt man dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) rückt der lang erwartete Radweg entlang der S177 zwischen Medingen und Ottendorf-Okrilla nun in greifbare Nähe. Im Rahmen der Ausbauarbeiten des Teilstückes der S177 wird auch ein Radweg zwischen den beiden Ortschaften entstehen. Das LASuV wird hierzu bereit Ende 2018 die ersten vorbereitenden Arbeiten ausschreiben.  

Anschließend soll im Jahr 2019 mit dem ersten Bauabschnitt begonnen werden. Hierzu wird eine Vollsperrung zwischen Kastanienstraße und Rödertalstraße notwendig. Im Anschluss folgt 2020 in einem zweiten Bauabschnitt das Teilstück zwischen Rödertalstraße und dem Ortseingang Medingen. Bei diesen umfangreichen Bauarbeiten muss zeitgleich auch das Brückenbauwerk an der Rödertalstraße gegenüber der Röder Horse Ranch erneuert werden. 

Eine weitere wichtige Verbindung für den Ortsteil ist die Medinger Straße in Richtung Hermsdorf. Nach Aussage der Deutschen Bahn (DB) folgt der Umbau und die Ertüchtigung des Bahnübergangs Hermsdorf, Medinger Straße glücklicherweise erst im Jahr 2021.   

 

September 2018 - Die Medinger Bücherzelle ist fertig ...

Quelle: René Edelmann

...und steht als „Medinger Mediathek“ ab sofort rund um die Uhr direkt neben der „Sonnenblumenschule“ allen kleinen und großen Leseratten zur Verfügung. Die Mitglieder des Medinger Heimatvereins freuen sich, dass es gelungen ist, auch im Ortsteil Medingen eine Bücherzelle einzurichten. Natürlich wäre auch dieses Projekt ohne weitere Unterstützung nicht möglich gewesen. Ein herzliches Dankeschön geht an die Verwaltung und den Bauhof der Gemeinde, für die Unterstützung und Vorbereitung der Fläche, an die Zimmerei Klotzsche für den Transport und das Aufstellen der Bücherzelle, die Tischlerei Hofmann & Großmann Ottendorf-Okrilla für das edle Bücherregal und vor allem auch an die kleinen Künstler der Sonnenblumenschule für die schönen Zeichnungen. Ein besonderer Dank gilt der etwas weiter entfernten Firma Terminal AO aus Düsseldorf, welche mit ihren engagierten Kollegen dafür sorgte, dass diese kleinen Kunstwerke der ehemaligen Telefonzelle nun ein freundliches und lustiges Äußeres verleihen und auch dem Team von Sonnenblumenschule und Hort für die Kooperationsbereitschaft bei der Standortfindung.

Quelle: René Edelmann


Quelle: René Edelmann